Besuch bei der Salzburger Antidiskriminierungsstelle – Gemeinsam gegen Ungleichbehandlung
- LANA
- 15. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 29. Aug.
Im Mai hatte unser LANA Kernteam die Gelegenheit, die Salzburger Antidiskriminierungsstelle zu besuchen. Wir wurden herzlich empfangen und erhielten durch den Vortrag spannende Einblicke in die Arbeit dieser Einrichtung.
Was ist Diskriminierung eigentlich?
Diskriminierung bedeutet, dass Menschen aufgrund bestimmter persönlicher Merkmale benachteiligt oder schlechter behandelt werden – zum Beispiel wegen ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion, einer Behinderung, ihres Alters oder ihrer sexuellen Orientierung. Sie kann ganz offen geschehen, etwa wenn jemand bewusst ausgeschlossen wird oder negative Kommentare und Witze über eine Person gemacht werden.
Es gibt aber auch Fälle, bei denen nicht gleich ersichtlich ist, weshalb jemand eine gewisse Chance oder Beförderung nicht bekommt. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, wenn man die Situation aus einer anderen Perspektive betrachtet. Wäre diese Situation seltsam, wenn sie jemandem widerfährt, der/die Teil einer privilegierten Gesamtheit (also keiner Minderheit) ist? Wäre es seltsam, wenn dies zum Beispiel einem Mann passieren würde, anstatt einer Frau? In vielen Fällen kann man dann bereits von Diskriminierung sprechen.
Was macht die Antidiskriminierungsstelle?
Im Vortrag haben wir gelernt, dass die Antidiskriminierungsstelle für alle da ist, die sich ungleich behandelt oder benachteiligt fühlen. Betroffene können sich hier kostenlos beraten lassen. Die Fachleute hören zu, informieren über Rechte und Möglichkeiten und unterstützen bei den nächsten Schritten. Manchmal kann es hilfreich sein ein Gespräch mit einer Person zu führen, damit diese ihr diskriminierendes Verhalten bemerkt und etwas ändert. Manchmal braucht es Vermittlung, zum Beispiel indem man die Personalabteilung einer Firma hinzuzieht, in der eine Diskriminierung passiert ist. In einigen Fällen braucht es auch rechtliche Beratung und die Antidiskriminierungsstelle hilft dann dabei, den Weg zum Gericht zu begleiten.
Wichtig ist, dass man sich auch dann an die Diskriminierungsstelle wenden kann, wenn man sich nicht ganz sicher ist, ob man diskriminiert wurde. Man kann sich anonym beraten lassen, ohne negative Konsequenzen zu befürchten. Alle weiteren Schritte passieren in Übereinstimmung mit der diskriminierten Person. Wenn die diskriminierte Person etwas nicht möchte (zum Beispiel vor Gericht zu gehen), dann wird darauf Rücksicht genommen.
Unser Eindruck
Für uns war der Besuch eine wertvolle Erfahrung. Wir haben nicht nur gelernt, wie wichtig es ist, Diskriminierung zu erkennen, sondern auch, dass es Anlaufstellen gibt, die helfen und unterstützen. Die Botschaft, die wir mitnehmen: Diskriminierung muss man nicht hinnehmen, wenn sie passiert – es gibt Hilfe aus neutralen Stellen, die jede/r in Anspruch nehmen kann.



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