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Frauen*Spuren – auf den Spuren mutiger Frauen durch die Wiener Innenstadt


Bei unserem Frauenspaziergang führte uns Petra Unger auf den Spuren von starken Frauen durch den ersten Wiener Bezirk.

Alina beschreibt, was sie berührt, aufgewühlt aber vor allem motiviert hat, so:

"Mich hat die geballte Ladung Veränderung durch starke Frauen in der österreichischen Politik sehr beeindruckt. Nicht nur Männer schreiben Geschichte.

Es ist einfach inspirierender und ermächtigender, wenn du dich mit den Menschen von denen du große Geschichten hörst identifizieren kannst. Jede junge Frau (und junger Mann wenn wir schon dabei sind) braucht die Erzählungen über mutige Frauen, die Widerstand geleistet und für Gerechtigkeit gekämpft haben bzw. tun. Warum lerne ich in der Schule nicht auch über Adelheid Popp, die erste Berufspolitikerin und überhaupt erste Politiker*in, die sich für die Abschaffung des Adels eingesetzt hat. Stattdessen habe ich ausschließlich von Christoph Columbus, den Habsburgern und Hitler gehört.

Gleich zu Beginn des Frauenspazierganges, haben wir mehr über das Leben und Werk von Olympe de Gouges gehört. Sie forderte bereits 1791 die Gleichstellung von Mann und Frau: „Die Frau hat das Recht das Schafott Gerüst, auf dem Hinrichtungen durch Enthauptung vorgenommen werden) zu besteigen, also muss sie auch das Recht haben, die Rednertribüne zu besteigen.“ Die Geschichte hat 200 Jahre auf sie vergessen. Erst mit der zweiten Frauenbewegung in den 1970er Jahren war sie wiederentdeckt. Sie durfte übrigens nicht auf die Rednerbühne, sondern nur aufs Schafott. Auch Johanna Dohnals Worte werden mir im Gedächtnis bleiben: „Ich hätte viel mehr vorpreschen sollen, ich hätte viel radikaler sein sollen.“ Ihr ist übrigens Vranitzky in den Rücken gefallen, und sie wurde als (erste) Frauenministerin 1995 sehr undankbar abgesägt. Dabei hat sie Großes geleistet für Frauenrechte in Österreich.

Also liebe Frauen, lasst uns radikaler sein!

Und liebe Männer - ohne eine emanzipatorische Männerbewegung wird es auch schwierig. Das Patriarchat unterdrückt nämlich jedes Geschlecht."


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